Was das Longboard mit Wellen zu tun hat

… oder: Ein kurzer Einblick in die Geschichte des Longboards.

Als mir Maren zu Weihnachten ein Longboard schenkte – ich gebe zu ich wollte es unbedingt haben – interessierte mich die Geschichte dieser eigenwilligen aber sehr schönen Art des Skateboards. Nach langer Recherche und Lesen vieler Internetseiten und Artikel wurde mir klar, dass es gar nicht wirklich etwas mit dem ursprünglichen Skateboard zu tun hat.

Wir befinden uns im Anfang der 60er Jahre. Die Kubakrise ist im vollen Gange, die Berliner Mauer wird gebaut, Juri Gagarin ist der erste Mensch im Weltraum, und Frauen tragen Miniröcke. Das Surfen oder auch Wellenreiten genannt ist auf dem Höhepunkt. Die Surfbretter werden kleiner, und man erfindet den Neoprenanzug. Dies macht das Surfen massentauglich, und ein regelrechter Surfboom entsteht.

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Doch was tun, wenn es mal keine Wellen gibt? Also schrauben sich einige gelangweilte Surfer, unweit von Venice Beach und Santa Monica, Achsen unter die Surfbretter, an denen sie Rollen befestigen. Jetzt können sie die hügeligen Bergstraßen in Kalifornien befahren und so das Wellenreiten ans Festland holen. Das löst einen kurzen Boom aus, und der Sport verbreitet sich schnell entlang der amerikanischen Küsten.

Doch so schnell wie er gekommen ist, geht er auch wieder, und das so genannte Longboarden gerät in Vergessenheit. Zum Glück beginnt dieser sehr junge Sport wieder in Europa Fuß zu fassen. Das Downhill Fahren wird in Frankreich, der Schweiz und sogar in Deutschland immer beliebter. Jetzt wird die amerikanische Sportindustrie auch wieder auf das Longboarden aufmerksam und beginnt große Events zu organisieren.

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Heute erfreut sich das „Wellenreiten auf der Straße“ wieder großer Beliebtheit. Durch das Internet verbreiten sich actiongeladene Videos von Profis in kompletten Anzügen und Rennhelmen, die in atemberaubender Geschwindigkeit Passtraßen hinab fahren. Aber nicht nur Downhill macht diesen Sport so attraktiv. Auch das sanfte Dahingleiten und scheinbar lässige Bewegen auf dem sehr langen Board begeistert junge sowie ältere Generationen.

Genau davon habe ich mich anstecken lassen. Es gibt mir die Möglichkeit mich auch ohne Wasser dem Wellenreiten sehr nah zu fühlen. Auf ROAD & BOARD werde ich euch auf meinem Longboard mitnehmen. Von den ersten Stehversuchen bis zum Entdecken neuer Straßen, auf denen ich mich dieser einzigartigen Sportart hingeben kann.

Also dran bleiben und keep on rollin!

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