Er funktioniert

… oder: Die erste Testtour

Zwei Wochen waren wir jetzt unterwegs. Der Van wurde bis in die kleinste Ritze gepackt, der Sortierplan umgesetzt. Wir haben versucht den Van so zu nutzen, als würden wir wochenlang auf Tour gehen. Der Sinn bestand darin herauszufinden, ob es Fehler beim Ausbau gab. Ob ich irgendetwas vergessen habe. Ob man nachträglich etwas ändern bzw. umbauen muss. Eine Sache, die wir erst im Roadtrip-Alltag herausfinden können.

Ihr wisst ja mittlerweile, dass ich einen Minivan habe, also eigentlich ein größeres Zelt. Weswegen auch die Schwierigkeit darin bestand, einen großen Nutzen auf kleinem Raum zu erreichen. Der Plan ist aufgegangen. Unser Umbau stellt sich, bis auf ein paar Kleinigkeiten, als gelungen heraus. In den ersten Tage auf unserer Tour habe ich mich immer wieder selbst „beweihräuchert“ und festgestellt, wie gut die Planung aufgegangen ist.

Die Küche ist perfekt. OK… nicht ganz, doch die eigentlich geplante Funktion ist gegeben. Wir haben bemerkt, dass sie ein wenig klein ist, aber da werden wir einfach die Befüllung ändern. Töpfe sollten stapelbar sein, dürfen aber nicht zu klein ausfallen. Campinggeschirr ist einfach nur scheiße: zu klein, schlecht zu reinigen, rundum einfach nicht funktional. Richtige Kochtöpfe mit Griffen müssen her. Zwei, drei zum Ineinanderstellen, antihaftbeschichtet, nicht zu groß. Campingteller fliegen auch raus. Diese müssen größer und tiefer sein, so geht mehr lecker Gekochtes drauf ohne Kleckern und Zusammenkratzen. Kochutensilien aus Holz sind nicht sehr praktisch, auch diese lassen sich zu schlecht reinigen.

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Maren und Dexter beim Frühstück zubereiten, umliegende Wiese wird mitbenutzt

Man bemerkt schnell, dass es nur Kleinigkeiten sind, die noch fehlen, um alles perfekt zu machen. Sei es beim Kochen, Abwaschen, Aufräumen oder Sortieren.

Sogar das Positionieren einzelner Utensilien ist beim Roadtrippen wichtig. Was gehört in den Fahrerraum, damit man während der Fahrt gut drankommt? Was kann weiter weg, weil man es nur einmal pro Woche braucht. Und dann noch der ganze „Technikklimbim“. Laptop, Kameras, Ladekabel und so weiter. Auch hier bemerkt man schon nach wenigen Tagen kleine Fehler, die man aber sofort vor Ort ausmerzen kann.

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Leichtes Chaos

Zum Trocknen der nassen Sachen fehlt es noch an guten Lösungen. Vor allem weil wir häufig mit dem kühlen Nass in Berührung kommen. Beim Stand Up Paddling haben wir Handtücher und Neoprenanzüge, die ziemlich schnell feucht werden und sich auf engsten Raum schlecht trocknen lassen. Maren schwört auf Microfaserhandtücher, diese trocknen schneller. Wäscheleine wäre auch nicht schlecht gewesen. Ich hörte von Magnethaken, die man einfach an die Van-Außenhaut pappt. Daran kann man schnell alles aufhängen. Wie natürlich auch ein Abtrockenhandtuch des Geschirrs oder den Lappen, der den versehentlich umgeschütteten Kaffee aufnimmt.

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So kann man das Handtuch auch aufhängen, Vorsicht beim Türen schließen

All das sind Dinge, die noch vor der nächsten Tour besorgt, befestigt und verstaut werden müssen, um einen reibungslosen Trip zu gewährleisten. Ordnung ist bekanntlich das halbe Leben, und die andere Hälfte wird dem eigentlichen Zweck des Vans gewidmet. Reisen, Urlaub, Entspannung und Abenteuer. Also keine Sorge, wenn die erste Ausfahrt ein wenig holprig wird, dafür ist sie da. Und umso besser wird die zweite. Denn dann läuft es wie von allein, und der Van, sei er noch so klein, entpuppt sich als fahrbares Ordnungssystem.

Und jetzt schnell packen und los geht’s …

 

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