Weimar – eine Stadt voller Geschichte

oder: Weimar weckt Emotionen

Wenn man sich die Geschichte von Weimar anschaut, kann man es gar nicht glauben, wie viele große Persönlichkeiten sich hier aufhielten. Goethe, Schiller, Bach, Nietzsche, Strauss, um nur ein paar Prominente zu nennen, die zur Kultur und zur Anziehungskraft von Weimar beigetragen haben. Aber auch geschichtliche Meilensteine hat Weimar zu bieten, wie die Nationalversammlung 1919 und die Weimarer Republik. Doch wir wollen uns gar nicht lang an der Historie von Weimar aufhalten, das können andere sicherlich besser, wie zum Beispiel Weimar auf Wikipedia. In uns hat Weimar viele Emotionen ausgelöst, was nicht zuletzt auch am Besuch des KZ Buchenwald lag, welches über Weimar thront und immer noch an die schreckliche NS-Zeit in Deutschland erinnert.

Diese war auch der eigentliche Grund unseres Weimar-Besuches. Wir versuchen unsere Reisen immer mit ein wenig Geschichte zu füllen und die Länder und Städte auf ihre  Hintergründe zu erforschen. Auch wenn es für einen kurzen Urlaub im Jahr manchmal sehr stressig ist, so können wir unfassbar viel lernen und viele Dinge mit anderen Augen sehen. Und so war die erste Anlaufstelle des Tages das KZ Buchenwald auf dem Ettersberg. Schon früh am Morgen machten wir uns auf dem Weg, um den täglichen Touristenstrom zu umgehen. Buchenwald ist jetzt eine kleine Ortschaft inmitten eines riesigen Waldes gelegen. Auf dem Weg dorthin begegnet man der ersten Gedenkstätte. Bei den Massengräbern des KZs, am Südhang des Ettersberg, errichtete die DDR 1958 ein weithin sichtbares KZ-Denkmal. Seine Monumentalität soll das Ausmaß der Buchenwalder Verbrechen widerspiegeln, und das schafft es sehr eindrucksvoll.

Der atemberaubende Blick unterstreicht das Mahnmal
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Die berühmte Figurengruppe von Fritz Cremer
Dahinter der riesige Glockenturm
Das Denkmal stellt den Widerstand der Häftlinge im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald dar

Mehr Informationen über dieses doch sehr eindrucksvolle Denkmal gibt es auf Buchenwald-Mahnmal. Nach diesem Besuch ging es weiter zum eigentlichen Ort des Verbrechens, dem Konzentrationslager.

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„Jedem das Seine“ – Eingang zum Konzentrationslager

Wenn man auf dem Parkplatz fährt, entdeckt man als allererstes einige Wohnhäuser, was einem sehr merkwürdig vorkommt. Vorbei am Informationszentrum, den Toiletten und dem Kino, in dem ein Einführungsfilm gezeigt wird. Dieser gibt sehr intensive Einblicke in die Geschichte und das tägliche Leben im KZ Buchenwald. Kurzer Ausschnitt „KZ Buchenwald/Post Weimar“

Aus Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen endet am Eingang zum Konzentrationslager unser Bericht zur Gedenkstätte. Es war ein sehr bedrückender und stiller Besuch, die Kamera blieb aus, und unsere Gedanken kreisten um das unsägliche Leid der Menschen, die dort gefangen waren. Für jeden, der sich für Geschichte interessiert und sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen möchte, ist ein Besuch der Buchenwald Gedenkstätte empfehlenswert.

Nach zwei Stunden Aufenthalt auf dem Ettersberg ging es wieder ins Tal, wo auch schon Weimar auf uns wartete. Die Parkplatzsuche erwies sich mitten im Zentrum als unproblematisch, was wohl daran lag, dass wir außerhalb der Ferienzeit reisten. Direkt von unseren zentralen Startpunkt konnten wir unsere Entdeckungstour beginnen.

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Stadtpassage
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Rathaus und Marktplatz
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Traumhafte Kaffees
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Stadtführer vor dem Goethehaus
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Deutsches Nationaltheater
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Bauhausmuseum

Nach einem Rundgang durch die Innenstadt durfte natürlich ein Besuch im Bauhausmuseum nicht fehlen. Unter „Bauhaus“ versteht man die Zusammenführung zwischen Kunst und Handwerk, welche heute noch die Architektur beeinflusst (Bauhaus-Wiki). Neben wechselnden Ausstellungen erfährt man hier die Geschichte des Bauhauses in Deutschland. Sehr interessant und auf jedem Fall einen Besuch wert. Direkt gegenüber befindet sich das Deutsche Nationaltheater, ein monumentales Gebäude voller Kunst- und Kulturgeschichte (Geschichte des Nationaltheaters).

Auch in den Gassen gibt es viel zu entdecken

Wir könnten einen riesigen Blogpost über Weimar schreiben. Man hat beim Sightseeing das Gefühl eine Zeitreise durch die wichtigsten Epochen in Deutschland zu machen. An jeder Ecke gibt es etwas zu sehen und zu erfahren. Selbst in den kleinen Nebengassen erfährt man Geschichte und entdeckt neue Innovationen. So zum Beispiel das erste Vollholzhotel in Deutschland (Details). Auch die vielen kleinen Parks oder das Gartenhaus Goethes (Infos, Öffnungszeiten und Preise), welches sein erstes Haus in Weimar war, sind durchaus sehenswert.

Lasst euch bei einem Besuch von der Geschichte mitreißen, sei es nur für einen kurzen Trip in eurem Urlaub oder gar eine Wochenendtour. Es lohnt sich auf jeden Fall…

Linkliste:

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