10 einfache Tipps Müll zu vermeiden

oder: Wie wir täglich die Umwelt schützen können.

Uns ist aufgefallen, dass wir täglich Unmengen an Müll produzieren, sei es unterwegs im Van oder zu Hause. Scheinbar, so denkt man, lässt es sich auch nicht vermeiden, wenn man sieht, was alles verpackt ist und wie schnell wir Dinge des alltäglichen Gebrauchs wegschmeißen. Also haben wir uns einmal Gedanken gemacht, Recherche betrieben und die zehn besten Müllvermeidungstipps herausgesucht.

 

1. Weg mit der Plastiktüte

In Deutschland werden pro Jahr 5,75 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Das entspricht 71 Tüten pro Person. Der Verzicht kann aber sehr einfach umsetzbar sein. Wir haben immer einen Stoffbeutel dabei, sei es im Van oder in der Handtasche. So verringert sich die Gefahr eine Plastiktüte kaufen zu müssen. Auch Papiertüten scheinen umweltfreundlich, allerdings ist die Herstellung sehr energieaufwendig.

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2. Mehrweg statt Einweg

Ersetze Plastikflaschen einfach durch Glasflaschen! Diese können bis zu 50 mal wieder befüllt werden. Wir persönlich trinken Wasser aus der Leitung. Wer kein Freund von stillem Wasser ist, dem raten wir zu einem Wassersprudler. Dies ist gesund und spart eine große Menge Müll. Denn allein für die Herstellung von Plastikflaschen werden im Jahr 650.000 Tonnen Rohöl verbraucht.

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3. Obst und Gemüse unverpackt kaufen

Obst und Gemüse besitzt dank der Schale schon eine natürliche Verpackung. Daher empfiehlt es sich zur unverpackten Variante zu greifen. Im Discounter ist das mittlerweile kaum noch möglich, also lieber direkt zum lokalen Markt. Damit vermeidet ihr nicht nur Müll, es ist auch gesünder: Die Folien können krebserregende Weichmacher enthalten.

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4. Holzzahnbürsten nutzen

Da wir Zahnbürsten alle drei Monate wechseln sollten, ergibt sich auch daraus ein klassisches Wegwerfprodukt. Das macht sich sogar an Stränden bemerkbar. Hier findet man neben Plastikbeuteln immer häufiger auch Zahnbürsten. Alternativ eignen sich Holz oder Bambus hervorragend zur Herstellung und sind biologisch abbaubar. Mittlerweile sind bei Holzzahnbürste sogar die Borsten umweltverträglich und können plastikfrei hergestellt werden.

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5. Weniger Nahrungsmittel wegschmeißen

Jedes Jahr werfen wir in Deutschland 18,4 Millionen Tonnen Lebensmittel weg. Das entspricht einer Ernte, die der Fläche Siziliens gleich kommt. Eine bessere Speiseplanung und das Schreiben von Einkaufszetteln helfen, die richtigen Mengen zu kaufen. Falls dennoch Reste anfallen, kann man diese leicht in leckeren Suppen und Salaten verwerten. Mittlerweile ist auch Foodsharing zur guten Alternative geworden, wenn es um Nahrungsmittelverwertung geht.

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6. Die gute alte Brotdose

Wir hatten sie als Kinder schon und nutzen sie heute wieder. Die Brotdose gibt es aus Aluminium oder anderen Metallen, das macht sie robust und je nach Design zu einem echten Hingucker. Nicht nur für Kinder eine müllsparende Alternative in den Schulpausen, auch für uns Erwachsene auf der Arbeit für das tägliche Pausenbrot. Dadurch spart man Alufolie, Plastiktüten und Brotpapier.

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7. Thermobecher statt Pappe

Immer mehr Läden bieten Coffee „to go“ an. Bei der Produktion der jährlich 2,8 Milliarden Becher in Deutschland wird so viel Wasser verbraucht, dass alle Einwohner von Bayern damit 10 Minuten lang duschen könnten. Wir selber nutzen daher Thermobecher, die wir auch zu Hause füllen. Mittlerweile kann man sich ihn aber auch (wenn man nett fragt) in seinem Lieblingscafé befüllen lassen. Hier und da gibt es sogar einen Preisnachlass.

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8. Reparieren statt wegwerfen

Jährlich schmeißen wir Tonnen an Elektrogeräten in den Müll. Durch immer billiger werdende Produkte lohnt eine Reparatur selten. Also lieber direkt zu qualitativ besseren Geräten greifen. Diese sind meist zwar teurer, aber ihre Lebensdauer ist auch entsprechend länger. Und sollte doch mal was kaputt gehen, gibt es so genannte Repair Cafés. Hier sitzen ehrenamtliche Leute, die Spaß am reparieren haben und so schon das eine oder andere Stück vor dem Müll gerettet haben.

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9. Seife statt Duschgel

Jeder Deutsche verbraucht im Leben rund 787 Flaschen Shampoo. Das entspricht ungefähr 20 bis 25 Kg Plastikmüll, der sich leicht vermeiden ließe. Eine Möglichkeit ist die gute alte Seife, die sich mit Hilfe von Waschnetzen aufschäumen lässt, würde die Müllproduktion drastisch senken. Eine andere Möglichkeit sind nachfüllbare Pflegeprodukte, die zum Beispiel in so genannten „verpackungsfreien Läden“ angeboten und aufgefüllt werden können.

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10. Tonnenweise Müll durch Kaffeekapseln

Kaffeekapseln sind unserer Meinung nach die schlimmste und dümmste Erfindung der letzten 20 Jahre. Sie liegen im Trend, sind einfach zu benutzen und werden von sympathischen Stars wie George Clooney beworben. Als teures Wegwerfprodukt konzipiert, bestehen sie in der Regel aus Aluminium oder Kunststoff – oder aus beidem. Kapselkaffee kann locker sechsmal so viel kosten wie normales Kaffeepulver. Mittlerweile gibt es Nachfüllkapseln, aber ist es nicht das Einfachste, komplett auf diese Herstellung des täglichen Kaffees zu verzichten? Für uns ist das gute alte French Press System die clevere Alternative.

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Lasst uns alle zum Umweltschutz beitragen, denn dazu braucht es nicht viel. Schon ein kleiner Schritt kann Großes bewirken.