Herr Lehmanns Weltreise – Der Film

oder: mal wieder eine Filmkritik

Martin Zech, weltreisender Filmemacher, kam auf uns zu, nachdem wir eine Rezension über Expedition Happiness“ verfasst haben. Wir sollten uns doch mal seinen Film „Herr Lehmanns Weltreise“ anschauen und uns ebenfalls in einer kleinen Kritik äußern. Sehr mutig von Herr Zech, wie wir fanden, da unsere Bewertung zu „Expedition Happiness“ eher vernichtend ausfiel. Also haben wir uns sein Werk in einem Samstag-Couch- Popcorn-Abend reingezogen.

Wir fallen gleich mal mit der Tür ins Haus und müssen sagen, dass es ein tolles Filmerlebnis war. Wobei es sich hier eher um eine Dokumentation handelt, wie man schnell nach den ersten 10 Minuten feststellt. Doch das ändert nichts am Sehvergnügen. Man bekommt direkt am Anfang die Eckpunkte dieser Doku erklärt und lernt Martin und seine Mitreisende Kathi kennen. Was einem sofort ins Ohr fällt, ist die eher wenig flüssige Art zu sprechen, wenn Martin Zech den Filmsprecher mimt. Das wird besonders verstärkt durch die Tatsache, dass der Schnitt wiederum unglaublich gut ist. Doch genau das macht das Ganze eigentlich noch authentischer, und man spürt die Liebe und die Überzeugung der zwei Reisenden.

Die Bilder sind atemberaubend schön, und man sieht, dass man mit wenig Equipment,  aber viel Blick für die Szene, einen tollen Film hin bekommt. Sie brauchten noch nicht einmal eine Drohne oder ähnliches, um irgendwelche Spielchen aus der Luft zu betreiben. Das gibt dem Zuschauer immer das Gefühl, die beiden live auf ihrer Reise zu begleiten und quasi auf ihren Schultern zu sitzen. Und wenn man doch mal Aufnahmen von oben braucht, steigen Martin und Kathi kurzerhand in ein Flugzeug. Das gibt der Dokumentation die nötige Abwechslung.

Besonders fasziniert waren wir von der Tatsache, dass man dem Zuschauer nicht nur die schönen Seiten dieser Weltreise zeigt, sondern ihn in den Alltag der beiden mitnimmt. Dabei bemerkt man schnell, was es für eine große Anstrengung bedeutet, so ein Projekt zu unternehmen. Sei es die tägliche Suche nach einem Schlafplatz, das Auffüllen der Wasservorräte, einfach die täglichen Routinearbeiten. Und dann geht auch mal was am Mitsubishi L300 kaputt, und Martin muss sich als Hobbyschrauber beweisen.

Zu einer richtigen Doku gehören handfeste Informationen. Und entgegen unserer Erwartungen bekommt man diese sogar. Kleine Geschichtshäppchen aus den jeweiligen Ländern oder Naturschauspielen. Besonders wichtig ist den beiden, die politische und kulturelle Seite der Tour. Aber auch der Aspekt der Umweltverschmutzung wird nicht ausgelassen. Und so entwickelt sich die Reise zu einem Blick hinter die Kulissen, abseits von heiler Welt und schönen Landschaftsaufnahmen.

Als Fazit können wir sagen: Sehr sehenswerter Film, der es schafft, auch Dokumuffel in den Bann zu ziehen. In uns wurde einmal mehr das Fernweh ausgelöst und das Interesse an Martin und seinen Reisen geweckt. Am Ende des Beitrages findet ihr alle relevanten Links zum Film und zu Martins Projekten. Denn er ist wieder auf Tour! Diesmal durch Asien und im neu ausgebauten Van. Die Reise wird in einem sehr guten Video-Blog dokumentiert, und man bemerkt plötzlich, dass Martin Zech an seinen Sprecher-Qualitäten gearbeitet hat. Bitte mehr davon! Und unterstützt fleißig solche Projekte! So hoffen wir, dass es mehr von solchen Werken auf die Leinwand schaffen.

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